Munter in der Weihnachtsbäckerei

von Simone Bastian, Coburger Tageblatt vom 7. Dezember 2015

Mehrere einheimische Kinderchöre waren am Sonntagnachmittag am Rande des Marktplatzes zu hören.

 

Coburg — „Lasst uns froh und munter sein!“ Da sangen nicht nur die Kinder im Chor der Grundschule Mönchröden, da bewegten sich auch die Lippen etlicher Erwachsener im Publikum. Das war nur einer der Klassiker unter den Weihnachtsliedern, die am Sonntagnachmittag am Rand des Coburger Weihnachtsmarkts erklangen.

 

Mittendrin wäre für die insgesamt vier Chöre kein Platz gewesen: Zwischen den Buden und Glühweinständen war nur schwer ein Durchkommen. Da war es schon praktischer, die Tribüne an der Ostseite des Markts aufzustellen. Fünf Chöre waren angekündigt, doch die Formation der Melchior-Franck-Schule musste absagen. „Es wären nur elf von 30 Kindern dagewesen“, erläuterte Arno Seifert, der nicht nur den Chor der Melchior-Franck-Schule leitet, sondern auch den der Lutherschule, den der Grundschule Mönchröden und den Theater- und Konzertkinderchor Coburg.

Der Theater- und Konzertkinderchor hatte keine Probleme, sich in kleiner Besetzung zu präsentieren. Neben dem englischen „Ding Dong! Merrily on High“ sangen sie „In der Weihnachtsbäckerei“, und da machten auch die Kinder der anderen Chöre vor der Bühne mit. Das Lied gehört inzwischen zu den modernen Weihnachtsklassikern. Seifert begleitete alle Chöre am Klavier, als Dirigent wirkte Wolfgang Börner, der auch den Chor der Grundschule Weitramsdorf leitet. Der machte zusammen mit dem Chor der Lutherschule den Anfang: „Zumba, zumba, welch ein Singen“.

Zufrieden verfolgte am Rande Günter Freitag, der Vorsitzende des Sängerkreises Coburg-Kronach-Lichtenfels, das Geschehen auf der Bühne. Ohne die finanzielle Hilfe des Sängerkreises und der Sängergruppe Fränkische Krone gäbe es die Grundschulchöre nicht, wie er sagte.

„Wir finanzieren die Chorleiterstunden.“ Gefördert werden die Grundschulchöre außerdem über KS:Cob, die Niederfüllbacher Stiftung und die Sparkasse Coburg-Lichtenfels. Freitag und Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer traten zum Abschluss als Gabenbringer auf und verteilten Schokonikoläuse an die jungen Sänger.